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Landsmannschaft Weichsel-Warthe engagiert sich in der Partnerschaft des Landes Hessen mit der Wojewodschaft Wielkopolska

 
Der Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Landtagsabgeordneter Rudolf Friedrich, hat den Bundesvorstand der Landsmannschaft Weichsel-Warthe zu einem umfänglichen Gedankenaustausch in Wiesbaden empfangen. Das Land Hessen hat seit 1990 über die Landsmannschaft Weichsel-Warthe eine Patenschaft übernommen. Zu den Aufgaben des Landesbeauftragten gehört auch die Betreuung der von der Landesregierung übernommenen Patenschaft. Im Mittelpunkt des sehr einvernehmlichen Gesprächs stand das Angebot der Landsmannschaft, sich in der vom Land Hessen Ende letzten Jahres übernommenen Partnerschaft mit der Wojewodschaft Wielkopolska (Großpolen) zu engagieren. Aus diesem Anlass nahm auch ein Vertreter der Europaabteilung der Hessischen Staatskanzlei teil.

Friedrich nahm das Angebot der Landsmannschaft, über Geschichte, Landeskunde und die deutsch-polnischen Beziehungen umfassend zu informieren, dankbar an
. Zudem soll eine Zusammenführung aller Träger von Polen-Initiativen aus dem Bereich der Landsmannschaft Weichsel-Warthe, der deutschen Organisationen, die ihre Wurzeln im Posener Land haben und auch der nahestehenden Organisationen erfolgen, um die Hilfsprojekte zu koordinieren. Der Bundessprecher der Landsmannschaft, Karl Bauer, hat dazu als mögliche Träger neben dem Bundesverband der Landsmannschaft unter anderem auch die Posener Heimatkreise und die Gemeinschaft evangelischer Posener sowie die Genossenschaft des Johanniter-Ordens genannt.

 
  Friedrich zeigte sich sehr erfreut darüber, dass der Landesverband Hessen der Deutschen Jugend in Europa schon in der praktischen Arbeit der Partnerschaft beteiligt ist und dies auch von polnischer Seite sehr dankbar registriert wurde. Auf großes Interesse stieß auch der Vorschlag der Landsmannschaft, die bestehenden kulturellen und wissenschaftlichen Kontakte auszubauen und entsprechende Aktivitäten mit der Posener Universität sowie mit dem West-Institut zu fördern.

Im Rahmen des Gesprächs hat die Landsmannschaft Weichsel-Warthe Hinweise auf Initiativen im Posener Raum gegeben, die Zeugnis ablegen für ein vertrauensbildendes Zusammenwirken zwischen Polen und Deutschen. Der Landesbeauftragte würdigte diese Initiativen als eine wichtige Versöhnungsarbeit.

Seitens der Landsmannschaft nahmen an dem Gespräch neben dem Bundessprecher Karl Bauer die Stellvertretende Bundessprecherin Thora von Bonin, die Kulturreferentin und Berliner Landesvorsitzende Dr. Ursula Mechler sowie der Schatz
meister und Landesvorsitzende von Hessen Harry Petzold teil.

Bei dieser Gelegenheit überreichte der Landesbeauftragte den frischen Druck der Dokumentation über die Festveranstaltung "10 Jahre Patenschaft durch das Land Hessen über die Landsmannschaft Weichsel-Warthe".

Der Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler und der Bundesvorstand der Landsmannschaft Weichsel-Warthe vereinbarten, die Gespräche über das Engagement in der Partnerschaft des Landes Hessen mit der Wojewodschaft Wielkopolska in regelmäßigen Abständen fortzusetzen.
 

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Stand: 29.03.2008