Inmitten hoher Moränenzüge, umgeben von weiten Wäldern und mehreren Seen,
liegt die Stadt Chodziez in Polen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt
aus dem Jahre 1409 - bereits wenige Jahre später, 1434, erhielt der Ort
Stadtrechte. Aus der handwerklich geprägten Stadt mit vorwiegender
Textilherstellung und -verarbeitung entwickelte sich bald ein regionales
Zentrum. 1772 fiel Chodziez im Zuge der Teilung Polens an Preußen, 1878
änderte die Stadt ihren Namen in "Kolmar in Posen". In der Mitte des 19.
Jahrhunderts erreichte die Industrialisierung Chodziez: Kaufleute
errichteten 1855 die erste Fajance-Manufaktur im alten Schloß - ein erster
Schritt auf dem Wege zur keramischen Industrie. 1879 kam eine
Porzellanfabrik hinzu und auch im gleichen Jahr ein Eisenbahnanschluß. 1919
wurde die Stadt wieder polnisch.
Chodziez ist rund 12,76 km² groß, wobei die Wasserfläche der großen Seen,
die heute zur Naherholung dienen, rund 13% der Fläche einnehmen. Ein
spezielles Mikroklima trug im Jahr 1925 zum Bau eines Sanatoriums bei. Heute
zählt die Stadt 20.000 Einwohner und ist seit 1992 städtepartnerschaftlich
mit Nottuln verbunden.
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